Freitag, 20. November 2009

Die Suche nach Gott

Hab bei Hellinger etwas gefunden, das ich ganz fantastisch finde. "Die Gottsucher suchen ihren Vater, und wenn sie den gefunden haben, hört die Gottsuche auf." Hat sich in meinem Leben tatsächlich bestätigt.

Donnerstag, 19. November 2009

Karma sichtbar und damit begreifbar machen

Wenn ich beim Aufstellen sehe, wie bestimmte Themen von Generation zu Generation weitergetragen werden (Gewalt, Missbrauch, Alkohol …) muss ich an Karma denken.

Karma bezeichnet das spirituelles Konzept, dass jede Handlung, jeder Gedanken und jedes Wort – physisch wie geistig – eine Konsequenz zur Folge hat. Diese muss sich nicht unbedingt im aktuellen Leben zeigen, sondern kann sich möglicherweise erst in einem der nächsten Leben manifestieren.

Um das Phänomen Karma zu akzeptieren, muss man natürlich bereit sein, sich auf das Phänomen Wiedergeburt einzulassen. Wiedergeburt heißt nicht, dass man als derjenige erneut auf die Welt kommt, der man heute ist. Wiedergeburt ist auch in dem Sinne möglich, dass die Flamme von einer Kerze auf die nächste übertragen wird. Und genau daran muss ich denken, wenn ich sehe, wie Themen (Karma) von Generation zu Generation weitergetragen werden.

Dienstag, 17. November 2009

Losverfahren beim Aufstellen

Wer kommt dran?, das ist immer die Frage. Ich fand das Auslosen lange Zeit eine gute Lösung. Wenn man mehrmals hintereinander nicht dran kam, konnte man das zumindest als Botschaft verstehen. Jedem Aufsteller, jedem Therapeuten ist das fast auf Anhieb klar. Aber Menschen, die sich dem Thema neu stellen, die erst ein paar mal bei einer Aufstellung waren, kann es schwerfallen, den Sinn darin zu sehen, immer wieder zu einer Gruppe zu gehen, in der andere Wunderheilungen erfahren, sie selbst aber "nur" benutzt werden.
Olaf hat ja ein herrliches System ausgearbeitet, mit dessen Hilfe man eine nahezu wissenschaftliche Gerechtigkeit im Losverfahren herbeiführen kann. Aber irgendwie weigert sich etwas in mir, es anzuwenden? Weil mir etwas fehlt. Ein Gefühl. Die Beteiligung der Gruppe. Wenn es eine Gruppenseele gibt, wird sich schon zeigen, wer aufstellen soll. Glaube ich. Weiß es aber nicht.
Jedenfalls experimentiere ich im Moment mit einer Mischung aus Losverfahren und der Frage: Wer muss heute dringend aufstellen? Weil ich hoffe, damit den Anwesenden das Gefühl zu geben, aktiv mit entschieden zu haben. Sicherlich wird es auch jetzt wieder Teilnehmer geben, die gerne aufstellen würden, aber nicht drankommen. Aber wenn sie jetzt nicht aufgestellt werden, wissen sie wenigstens, dass nicht das Universum es böse mit ihnen meint (weil das Los wieder auf den Nachbarn fiel), sondern sie selbst nicht laut genug Hier! gerufen haben. Ob das was besser macht?

Montag, 16. November 2009

30 Minuten oder 50?

Anfangs habe ich mich als Moderator an die von Olaf vorgeschlagenen 50 Min. gehalten pro Aufstellung. Als ich dann mehrere 2- und sogar eine 4-Stunden-Aufstellung mitmachte, beschlich mich der Eindruck, dass eine Aufstellung immer so lange dauert, wie man ihr gibt. Nach dem ersten Ausbildungswochenende, an dem wir immer nur 30 Minuten aufgestellt haben, reduzierte ich meine Vorgabe auf 30 Minuten, und siehe da, es ging. Gut sogar. Donnerstag habe ich den zweiten Abend mit 30-Minuten Vorgaben absolviert und war erneut erstaunt, wie schnell und tief wir gearbeitet haben. Die Aufstellungen waren sogar vorbei, ohne dass jemand auf die Uhr geschaut hätte. Vorteil: Mehr Leute kommen dran.
Gibt es Meinungen oder Erfahrungen dazu?